Zahnriemen wechseln: Wann und was bei einem Riss droht
Wechseln Sie den Zahnriemen nach Herstellervorgabe, in der Regel alle 60.000 – 120.000 km oder nach 5 – 6 Jahren — je nachdem, was zuerst eintritt. Der Riemen steuert das präzise Öffnen der Ventile, daher führt ein Riss beim Interferenzmotor zu verbogenen Ventilen und schweren Motorschäden. Wenn Sie das Intervall für Ihr Auto nicht kennen, rufen Sie uns unter
Wechselintervall: Kilometer und Jahre
Jeder Hersteller gibt sein eigenes Zahnriemen-Intervall vor. Es liegt üblicherweise zwischen 60.000 und 120.000 km, doch die zeitliche Grenze ist ebenso wichtig — 5 bis 6 Jahre. Das Gummi altert und reißt auch dann, wenn das Auto nur wenige Kilometer zurücklegt. Die Regel ist einfach: Wechseln Sie nach dem, was zuerst eintritt. Das genaue Intervall finden Sie im Serviceheft, oder wir prüfen es gerne nach Marke und Motorisierung.
Warnzeichen eines verschlissenen Riemens
Ein Zahnriemen kündigt sich selten deutlich an, doch einige Anzeichen sollten Sie nicht übersehen: ein Pfeifen oder Quietschen aus dem Bereich des Riementriebs, unrunder Motorlauf, erschwertes Kaltstarten oder ein leichter Ölfilm rund um die Zahnriemenabdeckung. Sichtbare Risse, ausgefranste Kanten oder fehlende Zähne am Riemen sind die letzte Warnung. Bemerken Sie eines davon, sollten Sie nicht zögern und ihn umgehend prüfen lassen.
Zahnriemen im Vergleich zur Steuerkette
Motoren nutzen entweder einen Zahnriemen oder eine Steuerkette. Der Riemen läuft leiser und ist günstiger, hat aber eine festgelegte Lebensdauer und muss planmäßig gewechselt werden. Die Kette ist auf eine längere Lebensdauer ausgelegt, jedoch nicht unzerstörbar — eine gelängte Kette oder ein verschlissener Spanner äußert sich durch Rasseln, besonders beim Kaltstart. Welche Variante Ihr Auto hat, hängt vom jeweiligen Motor ab; wir klären das anhand der FIN oder des Fahrzeugscheins.
Warum Sie den Wechsel nicht aufschieben sollten
Die meisten modernen Motoren sind sogenannte Interferenzmotoren — Kolben und Ventile teilen sich denselben Raum in einem exakt abgestimmten Takt. Reißt der Riemen, bleibt die Nockenwelle stehen, während die Kurbelwelle weiterdreht, und die Kolben treffen auf die geöffneten Ventile. Die Folge sind verbogene Ventile, beschädigte Ventilführungen und im schlimmeren Fall auch Kolben und Zylinderkopf. Die Reparatur nach einem Riss kostet ein Vielfaches eines rechtzeitigen Wechsels — genau deshalb lohnt es sich, das Intervall genau einzuhalten.
Was der Zahnriemenwechsel umfasst
Ein fachgerechter Wechsel besteht aus mehr als nur dem Riemen. Dazu gehören auch die Wasserpumpe (sofern sie vom Zahnriemen angetrieben wird), die Spann- und Umlenkrollen, der Spanner sowie bei Bedarf die Wellendichtringe von Nocken- und Kurbelwelle. Wir verbauen bewährte Zahnriemensätze namhafter Hersteller und stellen alles auf die vorgegebenen Werte ein. Den kompletten Satz auf einmal zu tauschen lohnt sich — ein einzelnes defektes Bauteil kann den frisch montierten neuen Riemen zerstören.
Häufig gestellte Fragen
Nach Herstellervorgabe, in der Regel alle 60.000 – 120.000 km oder nach 5 – 6 Jahren — je nachdem, was zuerst eintritt. Das genaue Intervall für Ihr Auto prüfen wir nach Marke und Motorisierung.
Beim Interferenzmotor treffen die Kolben auf die geöffneten Ventile, was zu verbogenen Ventilen und Motorschäden führt. Die Reparatur kostet deutlich mehr als ein rechtzeitiger Wechsel.
Wird sie vom Zahnriemen angetrieben, unbedingt. Sie gemeinsam mit dem Riemen zu tauschen ist günstiger und sicherer, als sie einige tausend Kilometer später separat zu erledigen.